Behörden verhängen erste Bußgelder wegen Verstößen gegen DSGVO

Berlin. Es war eine „Datenpanne“ mit rigorosen Folgen: Hacker griffen bei der Chat-Plattform Knuddels die Passwörter, E-Mail-Adressen und Pseudonyme von 330.000 Nutzern ab und veröffentlichten diese im Internet. Möglich war das, weil das Unternehmen die Kundendaten im Klartext auf seinem Server gespeichert hatte.

Dafür kassierte das soziale Netzwerk noch vor dem Jahreswechsel das erste Bußgeld nach der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Dass die Strafe mit 20.000 Euro verhältnismäßig milde ausfiel, lag an Knuddels‘ Kooperationsbereitschaft mit der zuständigen Datenschutzbehörde.

Es ist nicht das einzige Bußgeld, das auf Basis des neuen Regelwerks verhängt wurde. Nach einer Umfrage des Handelsblatts unter den Datenschutzbeauftragten der Länder ergingen bereits bundesweit in 41 Fällen Bußgeldbescheide. Die Strafen kamen recht schnell, denn die Ermittlungsverfahren dauern in der Regel einige Monate.

Derzeit laufen „sehr viele“ weitere Bußgeldverfahren, wie die Behörden auf Anfrage mitteilten. Die EU-Datenschutzgrundverordnung gilt seit dem 25. Mai des vergangenen Jahres für die Verarbeitung, Speicherung und Weitergabe personenbezogener Daten durch öffentliche Stellen und private Firmen. Die Regulierung ist nun strenger.

 

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