Datenschutz to go

Datenschutz to go: So schützen Sie Ihre Daten auf Reisen

Es ist Urlaubssaison – daran hat auch die Corona-Pandemie nicht allzu viel geändert – und viele Deutsche verreisen im In- oder Ausland. Immer mit im Gepäck: die eigenen Daten. Egal, ob Urlaub oder Businesstrip, Ihre Daten und Ihre Privatsphäre sollten Sie auch auf Reisen schützen.

Denn Diebstahl ist nicht nur bei Koffern und Handtaschen lukrativ. Auch aus Ihren personenbezogenen Daten können Kriminelle Profit schlagen. Von der Nutzung Ihrer Konten bis zum Identitätsdiebstahl – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Wir haben für Sie einige Empfehlungen zusammengefasst, wie Sie Ihre Daten auch auf Reisen schützen können. 

Online-Plattformen überprüfen

Mehr und mehr Menschen buchen ihre Reisen selbst über Online-Plattformen. Wie seriös die Plattform ist, sollten Sie dabei im Vorfeld überprüfen. Für einen ersten Eindruck reicht meist schon ein Blick auf die Homepage: Ist eine umfassende Datenschutzerklärung vorhanden, aus der Sie genau erfahren, was mit Ihren Daten zu welchem Zweck geschieht und wie Sie diese ändern können? Eine gute Datenschutzerklärung suggeriert, dass die Buchungsplattform den Datenschutz ernstnimmt. Hapert es schon hier, ist die Plattform u.U. nicht vertrauenswürdig.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie auf der Plattform keine Angaben machen, die nicht unbedingt benötigt werden. Ihre Personalausweisnummer ist bei einer Hotelbuchung beispielsweise nicht erforderlich. Achten Sie auch darauf, dass die Buchungsseiten im Browser das Schlosssymbol anzeigen. Nur so werden Ihre sensiblen Daten wie Kontodaten über verschlüsselte Verbindungen übertragen. 

Wegweiser vor dem Meer mit Schildern nach Argeles, Paris, London, Berlin, Barcelone, Bruxelles, Collioure

In der Regel schließen sie auf derartigen Plattformen keinen Vertrag mit der Plattform selbst, sondern mit Reiseunternehmen oder Hotels ab. Hier muss ebenfalls eine Datenschutzerklärung erreichbar sein, bevor Sie den Online-Vertrag Online abschließen. Auch hier lohnt sich ein Blick. Sind Sie sich unsicher, wie Ihre Daten verarbeitet werden, können Sie zudem immer nachfragen. Seriöse Unternehmen werden Ihnen Auskunft geben.

Vor der Reise eine Datensicherung machen

Für den unglücklichen Fall, dass Ihnen unterwegs doch ein Gerät gestohlen wird oder bei einer Bootsfahrt in die Seine fällt, sollten Sie vor der Reise eine Datensicherung machen. So gehen für Sie wichtige Daten nicht verloren und Sie können auch nach Verlust des Gerätes noch darauf zugreifen. Im Notfall sind nur die im Urlaub erstellten Daten weg.

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Altgeräte nutzen

Alternativ können sich auch ein altes Handy mitnehmen. Hier ist es weniger dramatisch, wenn es Ihnen geklaut wird oder kaputt geht. Auch hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass nur die nötigsten Daten auf dem Gerät gespeichert sind.

Dies ist insbesondere empfehlenswert, wenn bekannt ist, dass bei der Einreise elektronische Geräte inklusive Passwörtern ausgehändigt werden müssen. Je nach Land werden dort im Schnellverfahren Kopien Ihrer Daten angefertigt und zur Terrorabwehr nachträglich ausgewertet. 

WLAN-Hotspot oder WLAN im Hotel: In offenen Netzen vorsichtig sein

Café mit Pflanzen und verschiedenen zusammengewürfelten Möbelstücken

Unverschlüsselte öffentliche Netze sind im wahrsten Sinne des Wortes öffentlich. Denn dort können alle mitlesen, die sich im selben Netz befinden. Daher sollten Sie keine unverschlüsselten Netze nutzen, um sensible Daten abzurufen oder beispielsweise Ihre Banking-App zu nutzen. Außerdem sollten Sie die automatische WLAN-Verbindung Ihrer Geräte während der Reise deaktivieren. Sonst könnte sich Ihr Handy unterwegs mit einem unsicheren WLAN ohne Zugangsbeschränkung verbinden. Nutzen Sie also nur verschlüsselte WLAN-Netze.

Des Weiteren sollten Sie (nicht nur) in offenen Netzen nur verschlüsselte Seiten nutzen, nicht mehr benötigte WLANs löschen und gegebenenfalls eingehende Verbindungen über Ihre Firewall blockieren. Zusätzliche Sicherheit verspricht der Aufbau eines VPN-Tunnels über eine verschlüsselte Verbindung zu Ihrem Router nach Hause. Alternativ zu freien WLANs können Sie auch einen mobilen WLAN-Hotspot mit Prepaid-SIM nutzen. Hier können im Ausland allerdings höhere Gebühren anfallen und Sie sollten den Hotspot unbedingt mit einem starken Passwort schützen.

Ihre Geräte sichern

Handy, Laptop und Co. sind in der Regel auch auf Reisen dabei. Geraten diese Geräte und die darauf gespeicherten Daten in die falschen Hände, kann großer Schaden für Sie entstehen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie Ihre Geräte nicht nur physisch sichern – also etwa im Hotelsafe oder in verschlossenen Taschen transportieren und eng am Körper tragen – sondern auch technisch.

Damit der Zugriff auf Ihre Daten selbst bei Verlust der Geräte nicht allzu einfach ist, sollten Sie die Daten verschlüsseln (auch auf Speichermedien) sowie die Geräte mit einem starken Passwort schützen. 

Über das Reiseziel informieren

Bevor Sie losfahren, sollten Sie sich ausgiebig über Ihr Reiseziel informieren. In einigen Ländern wie den USA oder China ist es beispielsweise nicht gerne gesehen, wenn Sie mit verschlüsselten Daten einreisen. Informieren Sie sich also im Vorfeld, in welchen Ländern Sie Ihre Daten wie verschlüsseln dürfen und halten Sie sich an die Vorgaben. Falls Sie Ihre Daten nicht verschlüsseln dürfen, empfiehlt sich die Mitnahme von bereinigten Altgeräten.

Damit Ihre Daten auch auf Reisen sicher sind, können Sie also bereits im Vorfeld wichtige Maßnahmen treffen. Vor Ort empfehlen sich Vorsicht und der Grundsatz der Datenminimierung. So können Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen und müssen sich keine Sorgen um Ihre Daten machen! 

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Quellen

Andy Voß (2018): “Datenschutz im Urlaub: So sind Sie sicher“, Computer Bild, 02. Juli 2018, https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Sicherheit-Datenschutz-Urlaub-Ferien-Tipps-Laptop-Handy-18499175.html, letzter Zugriff am 04. August 2018.

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