Smartphone-Sicherheit

10 Tipps zur Smartphone-Sicherheit: So schützen Sie Ihr Handy

Das Smartphone ist mittlerweile einer unserer treusten Begleiter im Alltag. Wir machen damit Fotos, kümmern uns um unser Online-Banking, chatten und telefonieren.

Was bei Rechnern schon Standard ist, wird bei Smartphones allerdings kaum umgesetzt: die IT-Sicherheit. Dabei sind auch auf Mobiltelefonen sensible und personenbezogene Daten gespeichert, die nicht in falsche Hände geraten sollten. Hackingangriffe auf Smartphones sind zudem keine Seltenheit mehr.

Mit den folgenden 10 Tipps zeigen wir, wie Sie Ihr Smartphone besser schützen können. 

1. Betriebssystem und Anwendungen aktuell halten

Auch bei Smartphones werden Ihnen in der Regel regelmäßig Updates und Patches für Betriebssystem und Anwendungen zur Verfügung gestellt. Mit den Aktualisierungen sollen u.a. auch erkannte Sicherheitslücken geschlossen werden. Um Ihr Gerät auf dem aktuellsten und somit sichersten Stand zu halten, sollten Sie die Updates – wenn sie aus einer vertrauenswürdigen Quelle kommen – zeitnah in einer sicheren Umgebung einspielen.

Beim Kauf eines neuen oder gebrauchten Handys sollten Sie sich zudem am besten im Vorfeld informieren, wie lange das Gerät noch unterstützt wird. Die meisten Geräte werden nämlich nur eine bestimmte Zeit mit Updates versorgt. 

2. Zugriffsicherung aktivieren

Verlieren Sie Ihr Handy oder sollte es gestohlen werden, können Personen problemlos auf Ihre Daten zugreifen, wenn Sie keine Zugriffssicherung nutzen. 

Daher sollten Sie Ihr Handy unbedingt mit einer starken PIN, einem sicheren Passwort oder biometrischen Daten sichern. Sperr-Muster sind zur Zugriffssicherung nur begrenzt geeignet, da sie schnell abgeschaut und reproduziert werden können. Besser als ein ungeschütztes Handy sind sie jedoch allemal.

Zusätzlich sollten Sie einrichten, dass sich Ihr Handy nach einer gewissen Zeit von alleine sperrt, wenn es nicht genutzt wird. Selbst wenn Sie es unbeaufsichtigt liegen lassen, können Dritte so nicht ungehindert auf Ihre Daten zugreifen. 

Hand hält gesperrtes Smartphone

3. Virenschutz und Firewall aktivieren

Ähnlich wie bei Ihrem Rechner, sollten Sie auch auf Ihrem Smartphone einen Virenscanner installieren, der Ihr Gerät regelmäßig auf Schadcode prüft. Bei der Auswahl eines geeigneten Scanners sollten Sie die Funktionen vergleichen: Werden beispielsweise auch lokale Anwendungen und SMS gescannt? Viele Scanner bieten zudem VPN-Möglichkeiten, die gerade bei der Nutzung öffentlicher WLANs für mehr Sicherheit sorgen können. Vor allem, wenn sich Ihr Gerät viel im WLAN befindet, ist zudem die Nutzung einer Firewall sinnvoll. 

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4. Software nur von zertifizierten Quellen beziehen

Um nicht aus Versehen Malware mit herunterzuladen, sollten Sie Software nur aus zertifizierten Quellen wie dem Apple Store oder Google Play beziehen. Apps von weiteren Stores oder von Websites sind nicht unbedingt sicher. Außerdem werden Ihnen hier keine Updates zur Verfügung gestellt.

5. Regelmäßige Datensicherungen durchführen

Person sitzt vor Laptop mit angeschlossenem Handy

Ob Fotos oder Textnachrichten – auf unseren Smartphones ist unser halbes Leben zu finden. Bei Verlust oder Schaden des Geräts können Sie ggf. auf diese Daten nicht mehr zugreifen. Daher sollten Sie regelmäßig Datensicherungen durchführen. Das geht teilweise automatisiert in der Cloud, aber auch per Kabel auf dem Rechner oder mit SD-Karten. Möchten Sie eine Cloud-Lösung nutzen, sollten Sie sich vorher informieren, ob diese datenschutzkonform ist.

6. Lokalisierung des Gerätes aktivieren

Bei vielen Geräten ist es möglich, eine Lokalisierung zu aktivieren. So können Sie beispielsweise bei einem Diebstahl das Gerät auffinden, Fernlöschungen vornehmen und u.U. sogar ein Bild des Diebes oder der Diebin erhalten.

7. Sichere Einstellungen vornehmen

Einige Apps speichern Daten in einer Cloud. Vor allem wenn die Cloud-Dienste in den USA sitzen, ist das aus Datenschutzsicht bedenklich. Überprüfen Sie also, ob Anwendungen Daten in einer Cloud speichern und wenn ja, wo und wie mit den Daten umgegangen wird. Nehmen Sie u.U. Einstellungen vor, um dies zu unterbinden.

Achten Sie außerdem darauf, welche Berechtigungen Sie welchen Apps erteilen. Ist es tatsächlich notwendig, dass die App auf die entsprechenden Daten, wie z.B. das Telefonbuch, zugreift? In Punkto Sicherheit ist hier weniger oft mehr.

Außerdem sollten Sie Angriffspunkte wie WLAN oder Bluetooth deaktivieren, wenn Sie die Funktionen nicht benötigen. Über diese Schnittstellen werden Ihr Handy und somit Ihre Daten angreifbar. Auch Hotspots sollten Sie nur nach Bedarf und mit einem sicheren Passwort aufbauen.

Zudem können Sie Drittanbieterabrechnungen pauschal bei Ihrem Provider sperren lassen. So kommen keine versteckten Kosten auf Sie zu. 

8. Daten sichern bei Verkauf oder Reparatur

Möchten Sie Ihr Gerät verkaufen, sollten Sie mögliche SD-Karten entfernen, den internen Speicher löschen sowie das Handy auf den Werkszustand zurücksetzen – natürlich nachdem Sie Ihre Daten zuvor gesichert haben. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie von allen Konten, wie Google oder der Apple-ID, entkoppelt sind.

Auch wenn eine Reparatur ansteht, sollten Sie Maßnahmen treffen, damit Unbefugte Ihre Daten nicht auslesen können. Entnehmen Sie dazu mögliche SD-Karten und – falls Sie das System wiederherstellen können – bietet es sich an, auch hier das Gerät auf den Werkszustand zurückzusetzen.

Alternativ können Sie Ihre Daten auch verschlüsseln und das Smartphone mit einer Zugriffssicherung ausstatten. So können Dritte nicht mühelos einen Abzug Ihrer Daten vornehmen. 

Person repariert auseinandergenommenes Smartphone

9. Gegenüber Phishing- und Spam-Nachrichten misstrauisch sein

Spam kommt längst nicht mehr nur per E-Mail auf unsere Geräte. Auch per SMS oder Messengernachrichten können Sie dubiose Links und Phishing-Nachrichten erreichen. Hier macht sich eine gesunde Portion Misstrauen bezahlt. Sollten derartige Nachrichten von vermeintlich bekannten Personen kommen, lohnt es sich zudem, einfach bei der Person anzufragen, ob die Nachricht tatsächlich von ihr kommt und was es mit dem Link auf sich hat.

10. Unterschiedliche Nutzungsprofile und Kindersicherung einrichten

Nutzen mehrere Leute das gleiche Gerät, sollten Sie unterschiedliche Nutzungsprofile einrichten. Besonders wenn auch Kinder Zugriff haben, kann das sehr sinnvoll sein – sowohl zum Schutz der Kinder als auch des Gerätes.

Hierfür gibt es eigene Apps, um das Nutzungsverhalten der Kinder zu überwachen, Filter festzulegen und Nutzungszeiten zu begrenzen. Aber auch die Betriebssysteme bieten umfangreiche Systeme zur Sicherung und Kontrolle. So können Sie beispielsweise in App Stores Jugendschutzeinstellungen mit Altersbeschränkungen vornehmen und ein Passwort für Käufe festlegen.

Hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich nie, aber mit diesen 10 Tipps können Sie Ihr Smartphone bereits sehr umfangreich schützen. Ein Zusatztipp zum Schluss: Manchmal lohnt es sich auch, das Handy einfach Zuhause zu lassen. 

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Quellen

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (o. J.): „Cyber-Sicherheit² - Videoserie zum Thema Smartphone-Sicherheit“, https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Basisschutz-fuer-Computer-Mobilgeraete/Schutz-fuer-Mobilgeraete/Smartphone-Sicherheit/smartphone-sicherheit_node.html, letzter Zugriff am 13. August 2021.

Schau hin (o. J.): „Sicherheitseinstellungen für Android-Smartphones und -Tablets“, https://www.schau-hin.info/sicherheit-risiken/sicherheitseinstellungen-fuer-android, letzter Zugriff am 13. August 2021. 

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