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Tipps für die Cloud-Nutzung Zuhause: Account-Verwaltung und -Sicherheit

Bei Cloud-Diensten speichern wir zum Teil sensible Daten oder laden private Bilder hoch. Kommen diese in fremde Hände, kann das erhebliche Folgen für uns haben.

Damit es nicht so weit kommt, können Sie einiges tun, um Ihre Daten zu schützen. Daher haben wir eine Reihe zum Thema „Tipps für die Cloud-Nutzung Zuhause“ aufgesetzt und gehen in jedem Beitrag auf einen spezifischen Aspekt ein, den Sie bei der Cloud-Nutzung beachten sollten.

In der heutigen Ausgabe erklären wir, wie Sie Ihre Accounts verwalten und sichern können. 

Account absichern

Um die Cloud-Nutzung Zuhause möglichst sicher zu gestalten, ist es im ersten Schritt wichtig, Ihren Account zu schützen und abzusichern. Dafür bieten Cloud-Dienste verschiedene Möglichkeiten an. Was Sie immer nutzen sollten, ist ein sicheres Passwort. Im Idealfall ist dieses mindestens zwölf Zeichen lang, enthält Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Zahlen. Dabei sollten keine Wörter vorkommen, die auch im Wörterbuch stehen. Außerdem sollte das Passwort einzigartig sein. Sie sollten es also nicht für weitere Dienste nutzen. 

Tipp: Speichern Sie Ihre Passwörter in einem Passwort-Manager. So verlieren Sie nicht den Überblick.

Zusätzlich zum Accountschutz per Passwort bietet ein Großteil der Dienste mittlerweile eine Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) an. Neben dem Passwort kommt hier ein zweiter Faktor zum Einsatz. Nur mit diesem Faktor können Sie sich erfolgreich einloggen. Der zweite Faktor kann je nach Dienst unterschiedlich sein und von einer SMS an Ihr Handy über eine App zur Verifikation bis zu einem physischen Chip reichen. 

Durch den zweiten Schritt dauert diese Art der Authentisierung zwar ein kleines bisschen länger, sie hilft aber ungemein, Ihren Account und somit auch Ihre Daten zu schützen. Denn selbst wenn Ihr Passwort offengelegt werden sollte, kann sich niemand ohne den zweiten Faktor in Ihr Konto einloggen. Wenn 2FA angeboten wird, sollten Sie es daher unbedingt nutzen. 

Verknüpfte Accounts und Endgeräte überprüfen

Auf welchen Endgeräten sind Sie mit welchen Konten angemeldet? Und welche Accounts Sie miteinander verknüpft haben? Ist beispielsweise Ihr Google-Konto mit YouTube verknüpft? Und wo loggen Sie sich überall mit Ihrem Facebook-Account ein?

Solche Verbindungen sind schnell eingerichtet und genauso schnell vergessen. Je mehr Geräte und Konten Sie verknüpft haben, desto größer ist zum einen das Risiko, dass ein Konto kompromittiert wird und dass sich Angreifer zum anderen zwischen den Konten bewegen und somit großen Schaden anrichten können.

Überprüfen Sie daher, mit welchen Konten und Geräten Ihr Account beim Cloud-Dienst verknüpft ist. In der Regel können Sie dies in den Einstellungen einsehen und dort auch direkt die Verknüpfung aufheben.  

Endgeräte sichern

Nicht nur Ihre Accounts selbst, sondern auch die Endgeräte, mit denen Sie darauf zugreifen, sollten ausreichend geschützt sein. Hier gilt ähnliches wie beim Accountschutz. Die Endgeräte sollten so gut wie möglich gesichert sein. Eine vierstellige PIN oder ein Muster zum Nachzeichnen bieten keinen ausreichenden Schutz. Beides kann schnell abgelesen oder geknackt werden.

Einen höheren Schutz bieten Passwörter – am besten wieder komplizierte – und biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtserkennung. Einige Endgeräte geben zudem an, welcher Sperrtyp die höchste Sicherheit bietet. Prüfen Sie daher alle Geräte, mit denen Sie auf Ihren Cloud-Dienst zugreifen und passen Sie den Schutz der Endgeräte an. 

(Datenschutz-)Einstellungen anpassen

Wissen Sie eigentlich, wie viele Daten Sie mit Ihrem Cloud-Dienst teilen? Um das herauszufinden, lohnt es sich, einen Blick in die Account-Einstellungen zu werfen. Hier sollte erkennbar sein, welche Datenübermittlungen stattfinden. Oft können Sie nicht benötigte Übermittlungen ausschalten. Hier sollten Sie möglichst restriktiv vorgehen und so wenig Übermittlungen wie möglich erlauben.

Auch in Bezug auf Funktionen sollten Sie möglichst defensive Einstellungen vornehmen und zunächst alles, das Sie nicht benötigen, abschalten. Sollten Sie eine Funktion später doch benötigen, können Sie diese immer noch im Nachhinein aktivieren.  

Exitstrategie planen

Wie aufwendig ist es, Ihre Daten aus der Cloud zu entfernen? Und wie können Sie beispielsweise Ihr Passwort zurücksetzen? Und was passiert mit verknüpften Konten, wenn Sie aus der Cloud aussteigen möchten?

Über diese Fragen sollten Sie sich am besten bereits im Vorfeld informieren. Hinterlegen Sie zudem mehrere Sicherheitsmechanismen, damit Sie Ihr Passwort in jedem Fall zurücksetzen können. Ist nur eine Telefonnummer hinterlegt und Sie ändern diese, können Sie im schlimmsten Fall nicht mehr auf Ihre Daten zugreifen. 

Fazit

Das A und O beim Accountschutz sind sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentisierung. So können Sie das Risiko, dass Fremde Zugriff auf Ihren Account und somit Ihre Daten erhalten, nachhaltig reduzieren. Um mögliche Schäden gering zu halten, sollten Sie zudem nur benötigte Datenübermittlungen zulassen und nicht benötigte Konten/Endgeräte trennen. Zusammen mit einer Exitstrategie können Sie Ihre Accounts bei Cloud-Diensten so umfassend schützen.

Zuvor in unserer Reihe: FAQ zum Einstieg in die Cloud

Als nächstes in der Reihe: Was Sie bei Drive-Diensten beachten sollten. 

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